3. Tag: Die Götter der Hethiter
Fahrt von Ankara nach Hattuscha, der hetitischen Hauptstadt. Gemeinsame Besichtigung der hethitischen Stadt, die bis Ende 2000 v. Chr. als Hauptstadt des bedeutenden Reiches der Hethiter diente. Die Ruinen der berühmten Ausgrabungsstätte liegen auf 1.125 m ü.d.M. und sind heute als Kulturdenkmal in der Weltkulturerbeliste der UNESCO vermerkt. Archäologisch belegt sind hier auch Darstellungen zur Weinherstellung aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. Zahlreiche entsprechende Funde machte man im gesamten Gebiet Ostanatoliens. Nach einer ausgiebigen Führung durch die Ausgrabungen Weiterfahrt zum benachbarten Felsenheiligtum Yazılıkaya, nordöstlich der Unterstadt Hattuscha. Die Kultstätte der Hethiter befindet sich heute unter freiem Himmel, eingerahmt von bis zu 12 m hohen, natürlichen Felswänden, in die faszinierende Götterreliefs eingemeißelt sind. Von ihnen erhielt der Ort auch seinen Namen: Yazılıkaya bedeutet „Inschrift Felsen“. Nach der Besichtigung des kleinen Museums in Bogazkale kurze Fahrt nach Alacahöyük. Besuch der berühmten Königsgräber aus der Zeit der Hattier. Die Hattier gehören zu den altkleinasiatischen Völkern und lebten bereits in Anatolien, als sich die Hethiter im östlichen Teil Zentralanatoliens niederließen. Nach der Besichtigung von Hattuscha und Alacahöyük führt die Fahrt abseits der touristischen Routen nordöstlich nach Tokat. Die Stadt liegt zwischen der anatolischen Hochebene und dem Schwarzen Meer am Fuße einer osmanischen Festung. Tokat konnte sein interessantes Stadtbild gut erhalten. Die Stadt ist bekannt für ihr traditionelles Handwerk, besonders die farbenprächtigen Stoffdrucke, deren Herstellung man sehen kann. Bei einer Weinprobe in Tokat besteht die Gelegenheit, türkische Qualitätsweine der Region zu kosten.